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Blogbeitrag

Ist mein Bild für den Druck geeignet?

von | 16. Nov 2020 | Grafikdesign

Blogbeitrag Ist mein Bild für den Druck geeignet

Sie wurden gebeten, Ihr Logo oder einige Fotos an eine Grafikagentur, eine Druckerei oder die Zeitung zu verschicken und blicken nicht durch, ob es für den Druck geeignet ist?
Hier finden Sie eine Übersicht aller wichtigen Begriffe inklusive Berechnung und PDF zum Download

Inhalt:

Welches ist das richtige Format für den Druck?

Dateiformate für Bilder

Es wird zwischen Rastergrafiken und Vektorgrafiken unterschieden.

Was sind Rastergrafiken?

Rastergrafiken sind Pixelbasiert, sie sind abhängig von der Auflösung, sie können also nicht ohne Qualitätsverlust vergrößert werden. Sie werden für Fotos und im Internet genutzt. Die gängigsten Formate sind WebP, JPG, GIF, PNG, TFF, RAW.

Laut Wikipedia gibt es insgesamt 77 unterschiedliche Formate für Rastergrafiken.

Was sind Vektorgrafiken?

Das sind Grafiken die sich aus Kreisen, Polygonen, Linien und Kurven (Bézier) zusammensetzen. Es gibt sie 2- und 3-dimensional. Für einen Kreis braucht das Format nur die Lage des Mittelpunktes und den Durchmesser. Dadurch sind diese Dateien verlustfrei skalierbar und benötigen deutlich weniger Speicherplatz als Rastergrafiken. Vektoren werden z. B. auch für die Schrifttypen am Computer genutzt.

Es gibt 32 2D-Vektorformate laut Wikipedia.

Wo werden die einzelnen Formate verwendet?

Verwendung der gängigsten Raserformate

WebP: Wird im Internet verwendet.
Vorteil: Bilder können stark komprimiert werden. Es erreicht bei hoher Komprimierung eine bessere Bildqualität pro Datenmenge als JPG. Unterstützt Transparenz.

JPG: Wird im Internet, bei Printprodukten und Fotos verwendet

GIF: Verwendung im Web, unterstützt auch einfache Animationen („Animiertes GIF“) und Transparenzen. Nur begrenzte Anzahl an Farben.

PNG: Wird im Internet verwendet, kann Transparenz, gute verlustfreie Komprimierung, hat

TIFF: Findet Verwendung im Druckbereich, unterstützen CMYK-Farbraum

RAW: bezeichnet unverarbeitete Daten, wie sie z. B. in einer Kamera entstehen

Verwendung der gängigsten Vektorformate

PDF: (Ist allerdings kein Bildformat, sondern ein Dokumentenformat), wird im Internet für Dokumente genutzt und Hauptdateiformat für Drucksachen.

EPS: Schon etwas veraltetes Format, mittlerweile abgelöst durch PDF. Findet seine Verwendung noch bei Grafiken im Printbereich.

AI: Format entwickelt für die Software Adobe Illustrator, verendete zum ersten Mal Bézierkurven. Wird für skalierbare Grafiken, wie Logos genutzt.

Welche Farbmodelle gibt es?

Darstellung unterschiedlicher Farbformate

Es gibt insgesamt sechs unterschiedliche Farbmodelle: CIE, LAB, RGB, YUV, HSL/HSV und CMYK. Am gebräuchlichsten davon sind RGB und CMYK.

CMYK: setzt sich zusammen aus den vier Farben: Cyan, Magenta, Yellow und „Key“ = Black und kommt aus dem Druckbereich. Hierbei addieren sich die vier Farben zu Schwarz.

RGB: wurde für die Anwendung im Internet entwickelt. RGB steht für Red, Green, Blue. Dabei „summieren“ sich alle Farben zu weiß.

Welches Farbformat soll ich für den Druck benutzen?

Egal welches Format im Bildbearbeitungsprogramm genutzt wurde, wichtig ist, dass ich vor dem Druck die Dateien alle in den Farbraum CMYK gewandelt werden. Denn sonst können die Farben im Druck plötzlich anders aussehen, als gewünscht.

Was ist der Unterschied zwischen Pixel, dpi und cm?

Bildgrößen bei Rastergrafik und Vektorgrafik

Digitale Bilder (z.B. im Format JPG oder PNG) werden in Pixeln angegeben. Ein Bild kann also 1.000 x 430 px groß sein.

Analog ausgedruckte Fotos werden in Zentimetern angegeben. Wir bestellen Fotos z. B. im Format 10 x 13 = 10 cm x 13 cm.

Die Einheit dpi wird nur genutzt, um zwischen diesen beiden Einheiten umzurechnen und gibt die Druckauflösung an.

Was ist die Druckauflösung?

Erklärung Druckauflösung

Die Bildauflösung gibt die Anzahl an Pixeln auf einer definierten Länge an. Bei der Einheit dpi (Dots per Inch) bezieht sich die Anzahl der Pixel dann auf 1 Inch (= 1 Zoll = 2,54 cm)
Ein Pixel hat also keine feste Größe, sondern kann kleiner oder größer sein. (Siehe Bild).

Wie rechne ich die richtige Druckauflösung (dpi) bei meinem Foto aus?

Beispiel: Ein Bild soll 80 mm breit bei 300 dpi gedruckt werden.

Rechnung: Druckauflösung in dpi ÷ 2,54 × gewünschte Abbildungsgröße in Zentimeter (Breite oder Höhe) = Anzahl notwendiger Pixel
In diesem Fall: 300 ÷ 2,54 × 8 = 945 Pixel Mindestbreite

Fazit

Es ist ein komplexes Thema, aber für den „Hausgebrauch“ reicht es zu wissen:

Wenn ich keine Grafikerin an der Hand habe, die diese lästigen Details für mich übernimmt, verwende ich am besten immer eine PDF oder EPS, wenn ich mein Logo an die Druckerei schicken muss. Wenn eine Grafik ins Internet geladen werden soll: verkleinere ich sie am besten vorher schon in die richtige Auflösung (Anzahl Pixel am Bildschirm) und verwende am besten das Format webP oder JPG.

Download der PDF mit allen Details zu Bildern

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Viele Themen tauchen in meiner täglichen Arbeit im Grafikbüro auf.

Sie bringen mich zu nach-denken, zum dran-bleiben, weiter-forschen und bereichern mein Leben!

 

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