Mai pen rai - wenn man Dinge nicht ändern kann

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Ich bin kürzlich (mal wieder) mit einer thailändischer Problemlösung konfrontiert worden, die man mit "mai pen rai" beschreiben kann. "Mai pen rai" bedeutet soviel wie "macht doch nichts" und beschreibt die (buddhistisch geprägte) Haltung, Dinge, die passieren und nicht geändert werden können, anzunehmen.
Die Thailänder haben diese Haltung sehr stark verinnerlicht, es führt dazu, dass sie sehr entspannt und gelassen sind, sie können so über kleinere (und größere) Probleme hinwegsehen und schnell wieder lächeln.
Meine Situation: Unsere Wasserpumpe am Haus war defekt, eine neue wurde eingebaut, doch die neue funktionierte nicht richtig, so dass der Wasserstrahl stark variiert (was sich unter der Dusche wirklich nicht gut anfühlt). Zweimal waren die Arbeiter noch mal da, jedesmal mit leicht irritiertem Gesicht (wo ist das Problem?) aber sie konnten nichts ändern. Ein weiterer Techniker schaute sich die Situation kurz an und sagt: Da hilft kein Austausch, das ist ein "mai pen rai"-Problem. Mit anderen Worten: Entspann dich und akzeptier es, wie es ist.
Es gibt jeden Tag diese Situationen, wo es einen unangemessen hohen Aufwand bedeuten würde, Probleme 100% zu lösen, wo ein "mai pen rai" nach 85-90% viel Zeit und Kraft sparen könnte. (gilt natürlich nicht im Umgang mit den Kunden-Problemen/Aufträgen!!) Diese Haltung verhilft übrigens auch zu mehr Gelassenheit, wenn wir (oder andere) Fehler gemacht haben.


Ich wünsche Ihnen für diese Woche die Weisheit, "mai pen rai"-Probleme erkennen zu können, etwas unperfekt stehen zu lassen und somit Kraft zu sparen für die wichtigen Projekte, die 100% von Ihrer Aufmerksamkeit und Energie benötigen.

 

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